Hunde als Delikatesse in Thailand - TIERSOS.de
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Hunde als Delikatesse in Thailand
Hunde als Delikatesse in Thailand

Hunde als Delikatesse in Thailand

Ich schreibe über viele Themen die über Tiere und dessen nicht artgerechten Haltung handeln, so wie die sinnlose Tötung einzelner Tierarten. Ich tue das, damit sich endlich etwas ändert und das nicht nur in den Köpfen der Menschen sondern auch auf die letztendliche Umsetzung der neuen Erkenntnisse, Ich hoffe also, mit meinen Artikel auf TierSOS.de etwas erreichen zu können. Doch wenn ich mich selber hin und wieder zum Thema Tierquälerei informiere, dann kommt mir das blanke Kotzen. Beispielsweise beim Hundehandel in Thailand. Was ich darüber gelesen habe, möchte ich euch gern weitergeben. Denn wer kennt ihn nicht, den Spruch „In Asien, da essen sie Hunde“…traurigerweise hat dieser Spruch einen ernsten Hintergrund:

Bei uns in Deutschland sind Hunde eines der beliebtesten Haustiere überhaupt. Wer mag sie nicht, die kleinen Fellnasen? Leider gibt es Länder, in denen Hunde eine Delikatesse sind. Unvorstellbar für uns, doch in Thailand ist es völlig normal Hunde zu essen. Grausame Tiertransporte fahren durch die Dörfer und sammeln Hunde ein, die sich auf der Straße befinden. Tiertransporte schmuggeln so jährlich tausende Hunde über die thailändische Grenze nach Laos und weiter nach Vietnam. Diese Hunde landen dann auf der Speisekarte von diversen Restaurants.

Das Fleisch gilt als Energiespender und Aphrodisiakum. Gerade schwarze Hunde seinen besonders „beliebt“. Was ein Hund vor seinem Tod dort durchleben muss ist die reine Hölle. Keiner von uns kann sich dies nur annähernd vorstellen. Vor ihrem Tod werden die Hunde auf übelster Art und Weise gequält und geschlagen. Ihnen wird bei lebendigem Leibe das Fell abgezogen. Ihr Adrenalinspiegel ist in diesem Moment so hoch, was ihr Fleisch wiederrum so begehrt macht. Durch diese Qualen soll das Fleisch zarter und schmackhafter werden.

Die kleine Stadt Tha Rae in der Provinz Sakon Nakhon soll das Zentrum des illegalen Hundehandels sein. Allein in dieser Stadt befinden sich offiziell 17 Hundeschlachterein mit 300 Mitarbeitern. Dort werden pro Tag bis zu vier Tonnen Hundefleisch produziert. Seit einem Jahr ist es jedoch vorbei mit dem Wegschauen und Schweigen. Die Polizei nahm eine Gang mit 1800 Tieren hoch. Seither wird fast monatlich in der thailändischen Presse über das Thema Hundefleisch berichtet. Dabei handelt es sich mal um 120 Tiere aber auch mal um 600 oder 800 Tiere. Die Bilder der gestapelten Hunde in Käfigen gehen keinem aus dem Kopf und ich bin zu Tränen aufgelöst, wie man so mit Tieren umgehen kann. Auch Thailänder sind entsetzt über diese Bilder und spenden Geld für Rettung der Tiere. Panchai Borvornratanapran ist der frühere Gouverneur der Provinz Sakon Nakhon. Er wollte den Handel und Verkauf von Hundefleisch in seiner Provinz verbieten. Nur leider hat er keine Chance gegen diese eingessesene Hundefleisch-Mafia. Für viele Thailänder in dieser Region ist der Handel mit dem Hundefleisch ihre Lebensgrundlage.

Die englischsprachige Tageszeitung „Bangkok Post“ hat recherchiert, wie der Handel mit Hundefleisch abläuft. Es werden genaue Zahlen, wieviele Hunde gebraucht werden, von den Händlern an die sogenannte Sammler-Teams weitergegeben. Die Händler verkaufen diese dann nach Vietnam weiter. Die Sammler-Teams fahren durch die Dörfer und kaufen den Anwohnern Hunde ab (pro Tier 0,50 Euro). Kommen sie nicht auf die gewünschte Zahl werden Hunde gestohlen oder von der Straße eingesammelt. Nach spätestens vier bis fünf Tagen werden die bestellten Hunde bei dem Händler abgegeben. Bei ihm werden die Hunde bis zum Transport nach Vietnam in engen Käfigen gehalten, teilweise gestapelt. Allein der Gedanke daran, macht mich fassungslos, traurig und wütend zugleich. Wütend deswegen, weil ich nichts machen kann um dies zu verhindern. Sobald es für mich machbar ist, daran etwas zu ändern, dann werde ich dies tun. Auf dem Transport müssen die Hunde qualvolle Stunde erleiden. Sie sind in zu engen Käfigen – ohne Wasser, ohne Futter. An den Grenzübergängen wurden die Polizeiposten vorab geschmiert und lassen so den Transport über die Grenze zu. Die vietnamesischen Käufer warten schon am Mekong um die Tiere zu begutachten. Dort werden dann die Hunde aussortiert. Die Hunde die recht kräftig sind, werden umgehend mit den Booten über den Fluss nach Laos gebracht. Dort kommen sie in die Kochtöpfe Vietnams. Die restlichen Hunde die nicht gesund aussehen und an denen kein gutes Fleisch vermutet wird, werden von den Hundeschlachtern getötet und auf dem thailändischen Markt verkauft.

Der illegale Handel aller Beteiligten ist ein Millionengeschäft. Schätzungsweise werden täglich bis zu Tausend Hunde nach Vietnam ausgeliefert, was eine halbe Million im Jahr bedeuten würde. Der Handel ist illegal aber die Strafen sind so gering, dass sich keiner davon abbringen lässt, dies dennoch zu tun. Leider können wir von Deutschland aus nur wenig tun. Es ist zu hoffen, dass die Tierschützer vor Ort etwas erreichen könenn um diesen perversen Handel zu stoppen. Es muss ein gescheites Tierschutzgesetz her, damit die Hunde verschont bleiben. Es mag sein, dass es in Thailand eine Delikatesse ist und die Menschen dort somit ihren Lebensunterhalt bestreiten ABER dafür muss definitiv eine andere Lösung her. So darf kein Hund oder gar ein anderes Lebewesen gehalten und verfüttert werden. Bitte Thailand ändert etwas, denn unter solchen Umständen würde ich euer Land als Tourist NIE besuchen wollen.

Über TierSOS

Tierschutz geht uns alle an. Daher soll auf TierSOS.de über Tierquälerei aufgeklärt werden und über Themen wie Nachhaltigkeit, Tierschutz und veganes/vegetarisches Leben berichtet werden. Damit es Hund, Katze, Maus, Elefant, Tiger und allen anderen Tieren der Welt, ein wenig besser geht!

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